Feldataler Mühlenfeste in Stumpertenrod:
 2005 -
2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 2000 - 1999 - 1998 - Ende

6. Mühlenfest am 
 6. Juli 2003 von 11-18 Uhr

   
Das Feldataler Mühlenfest - das originelle Mühlenfest ganz ohne Mühle - findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 6. Juli von 11 bis 18 Uhr zum sechsten Mal in Stumpertenrod, einem Ortsteil von Feldatal statt. Die charakteristischen Komponenten der Veranstaltung - Ländlich-Kulinarisches, Handwerk, Kunsthandwerk, Kunst, Ausstellungen, Aktionen, Regionalliteratur und Unterhaltung - sind auch in diesem Jahr in gewohnter Zusammensetzung mit bewährten Bestandteilen und neuen Beimischungen zusammengestellt worden und versprechen einen abwechslungsreichen Tag. Die über 60 Aussteller bieten eine große Auswahl an selbst Hergestelltem, traditionellen Handwerksprodukten und originellem Kunsthandwerk. 
 
Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Besucher wurden soweit wie möglich in die Tat umgesetzt: Das kulinarische Angebot wird auf Wunsch der vegetarisch orientierten Gäste um fleischlose Gerichte erweitert. So gibt es diesmal Salzekuchen aus dem Backhaus auch ohne Speck und einen Gemüseeintopf "Quer durch den Garten". Zudem wird die reichhaltige Käsetheke der Hofkäserei Seim aus Erbenhausen zur Abwechslung beitragen.
 
Die Anzahl der Gewinne bei der großen Tombola von "Kinderherzen heilen e.V." konnte durch die große Spendenbereitschaft der Sponsoren verdoppelt werden, so dass diesmal nicht damit zu rechnen ist, dass die Lose nach drei Stunden ausverkauft sind.
 
Der Wunsch der Bücherfreunde, die drei Tonnen Bücher, die nach Gewicht zu 3 Euro/Kilo verkauft werden, vorab nach Sachbereichen zu sortieren, wird wohl aus Zeitgründen nur in Ansätzen zu erfüllen sein. 
 
Das kulturelle Begleitprogramm zum 6. Mühlenfest ist wieder breit gefächert. Es bietet neben neuen Aktivitäten auch einen Rückblick auf einige Projekte, die im vorigen Jahr während der Veranstaltung zum Mittelhessischen Kultursommer begonnen wurden und nun fertiggestellt an den Ort ihres Entstehens zurückkehren: 

Ursel Arndt's Stumpertenröder Sternenhimmel ist fast ein Quadratmeter groß geworden und wird in einem silberfarbenen Rahmen an ihrem Stand ausgestellt werden. 

Rüdiger Ludwig's sieben Todsünden sind inzwischen farbig glasiert, wetterfest gebrannt und werden neben neuen interessanten Tier- und Zwergenkreationen zu sehen sein.



   
Heimat - Spuren - Orte

Eine Fotoausstellung

"Wo man liegt, ist man Zuhause" - so phrasenlos lässt sich, etymologisch gesehen, die Wurzel des Heimatbegriffs bestimmen. Die eigenen Lebenserfahrungen geben jedoch sehr unterschiedliche Antworten. Bodo Runte aus Alsfeld hat auf der Suche nach seinem Heimatbegriff zunächst begonnen das Milieu der Vogelsbergregion fotografisch zu erfassen. Nach kurzer Zeit hat er diese Beschränkung aufgegeben. Mit dem Format 24 x 65 mm sind Panoramafotos entstanden, welche besondere Aufmerksamkeit fordern. Unter den Aufnahmen finden sich Landschaften, Fotos von Menschen, schöne und weniger schöne Ansichten. Er sucht doppeldeutige, auch rätselhafte Motive. Ambivalenz ist Absicht. Die Fotos können als Giclée-Prints auf Büttenpapier gedruckt werden.
 
Interessierten Besuchern wird Boto Runte Einblick in weitere Fotoserien gewähren. Da sie bisher nur digital existieren, wird er sie mit einem Beamer an die Wand in Hoartmanns Scheune projizieren. 

 
Der 10.000-Blumenteppich


 

Berlin-Stumpertenrod-Berlin sind die Stationen eines ungewöhnlichen Mitmach-Projekts, das die Berliner Textilkünstlerin Ursel Arndt auf dem Mühlenfest vorstellt.
 
Beteiligen Sie sich an diesem bunten Blütenmeer und bringen Sie eine selbstgemachte textile Blüte mit. Sie sollte nicht größer als ein Handteller und nicht kleiner als ein Fingernagel sein. Sie kann gehäkelt, gestrickt, gestickt, geknüpft, geknotet, gewoben, geklöppelt und/oder genäht sein. Alle Blüten, ob Meister- oder Erstlingswerk, kommen mit dem Namen des Künstlers auf den Teppich, eine Zensur findet nicht statt. Anregungen finden Sie im Internet unter www.fv-textilunterricht.de. 
 
Jede 50. Blüte wird besonders belohnt. Der Arbeitskreis Mühlenfest hat - optimistisch im Vertrauen auf die Handarbeitskünste der Mühlenfestbesucher/innen - mehr als 100 Preise bereitgestellt. 
 

  
Es fährt ein Zug nach nirgendwo

Eine neue Sperrmüll-Installation

Im vorigen Jahr erntete die großflächige Installation mit ausrangiertem Hausrat der SperrmüllPiloten aus Lautertal viel Zustimmung und Beifall. Diesmal wollen uns die Künstler mit einem neuen Projekt überraschen. Kommen Sie, steigen Sie ein in diesen Zug aus Staub und Eisen. Er rollt nur am Mühlenfest kreuz und quer durch Veldes Hof. Er vermittelt Ihnen ein völlig neues Fahrgefühl und erweitert Ihre Vorstellung von Ästhetik und Bewegung. 
 
Um 17.00 Uhr wird der Zug eine Fahrpause einlegen. Dann haben diejenigen, denen das Beobachten und Zusehen alleine nicht genügt, Gelegenheit etwas substantielles zum Mitnehmen zu erwerben. Zu diesem Zweck veranstaltet die Karuszel - Gebirgs - Kulturen - Bahn - Betriebs - Gesellschaft erstmals eine Fundsachenversteigerung. Zum Aufruf kommen Gepäckstücke mit alltäglichem und rätselhaftem Reisebedarf und Gegenstände, die zum Teil schon vor so langer Zeit verloren und wieder gefunden wurden, dass es schwer auszumachen sein wird, wozu sie einst gebraucht wurden. Für die Durchführung der Versteigerung konnte der wortgewandte Hobby-Auktionator Claus Schwing aus Kölzenhain engagiert werden, dessen Auftritte immer einen hohen Unterhaltungswert garantieren.
  

 
Unterhaltung & Musik im Dorf

Jazz - Pop - Rock
aus 12 goldenen Kehlen

Unter der Leitung von Sabine Dietrich singt das
A-cappella-Ensemble Jazz Hat's aus Lauterbach
in Höfen, Scheunen & Ställen.
 

Spinnstubenmusik

Melodien aus alter Zeit dargeboten mit Akkordeon und Geige
von
Albert Schmelz (Allmenrod) 
&
Otto Bellinger (Hopfmannsfeld)

  
Lesungen im Pferdestall auf dem Korcherts Hof 

dauern zwar nur 20 Minuten, aber danach sind die Autor/innen gerne bereit Fragen zu beantworten, mit dem Auditorium zu diskutieren und Bücher zu signieren.
 
13.00 Uhr: Christine Baumgart (Herbstein) stellt ihren Roman Mira vor - die Lebensgeschichte einer Vogelsberger Bäuerin zwischen den Jahren 1920 und 1950.
 
14.00 Uhr: Kleine Geschichten als persönliche Bilder der Erinnerung in einem kleinen Ort in Oberhessen sind von Regine Lotz-Albach (Lich) aus ihrem neuen Buch Die zweite Saat zu hören.
 
15.00 Uhr: Mit einem Mühlenmärchen aus ihren Geschichten aus dem Märchenwald entführt Ingeborg Hanske-Plewe (Kirchhain) die Zuhörer in das Reich des Mühlengeistes der Brücker Mühle bei Amöneburg.
 
16.00 Uhr: Der 1. April und seine Narren ist das Thema von Albert Bieker (Amöneburg). Er gibt einen kleinen Einblick in diese Jahrhunderte alte Tradition der Aprilscherze, die er seit 30 Jahren mit Veröffentlichungen in der heimischen Presse pflegt.

Auch vor und in der Bücherscheune werden Vertreter/innen der schreibenden Zunft mit ihren Werken zu finden sein. Angekündigt haben sich:

Der Sonnen-Verlag (Kirchhain)
 
mit seinem kompletten Verlagsprogramm (www.sonnenverlag-kirchhain.de)
 
Christa Welge-Wolff (Frankfurt/Gemünden-Elpenrod) 
als Frau Rupf-Zupf mit ihren Zaubergartenbüchern.
 
Walter Näckel (Schotten)
mit seinem Selbstverlag ROsenBiene (www.walter-naeckel.de.vu)  und "fundierten" Nachrichten über Mondaro, das unheimliche Wesen von der Niddaquelle und dem Schottener Stausee.
 
Hans Georg Feth (Andernach)
Seine Autobiographie "Eine geliehene Familie - Erinnerungen an den Petershainer Hof" hat er schon beim 2. Mühlenfest 1999 vorgestellt. Nun will er nur mal sehen, wie sich das Mühlenfest so weiter entwickelt hat. Hauptsächlich möchte er jedoch eine ehemalige Mitschülerin aus Kölzenhain treffen, die er seit 75 Jahren nicht gesehen hat - mehr dürfen wir vorab leider nicht verraten.
 

  
...
und das 7. Mühlenfest

findet am 4. Juli 2004 statt. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein können und begleiten Sie dann auf einer Zeitreise in die Mitte des 19. Jhs. Dort treffen wir Georg Engelbach. Er war damals als Pfarrer in Stumpertenrod tätig und hat uns seine Erlebnisse und Eindrücke aus dieser Zeit als Buch mit dem Titel "Pfarrleben in einem Vogelsbergdorfe" hinterlassen.

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