Feldataler Mühlenfeste in Stumpertenrod:
 2005 -
2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 2000 - 1999 - 1998 - Ende

Programm - Nachlese

Programm

  Auch 2001 versetzt dieses bedeutsame Ereignis das kleine Dorf wieder in rastlose Betriebsamkeit:

Handzettel & Plakate sind schon gedruckt 


und werden derzeit weltweit verteilt, denn am

Sonntag, den 19. August 2001
von 11.00 - 18.00 Uhr
i
st es wieder soweit:
Auf dem langen Weg vom Backhaus bis zu Boddermanns,
auf der Straße, in Höfen, Scheunen und Ställen
finden Sie die vielen bewährten Angebote, die kein Besucher mehr vermissen möchte:

 
Salzekuchen & Haxen aus dem Backhaus - Spanferkel & anderes vom Holzkohlengrill - Vogelsberger Käse - Backhausbrot - Hausmacher Wurst - Wein aus Rheinhessen -  Honig - Schmackhaftes aus der Johannes-Hof-Küche - Bierdorf -  Schmalzebrot - Kuchen & Waffeln - Milchmixgetränke 
  
viele antiquarische  & neue Vogelsbergbücher - Vogelsberggrafik aus Eddi's großem Fundus - Garnteppiche aus einem Casa-Europa-Projekt in Spanien - Drechselarbeiten & Spinnräder aus Stumpertenrod - Vogelsberger Holzrechen, naturbelassen oder farbig bemalt - Homberger Stühle - ein umfangreiches Angebot an Silberschmuck & Edelsteinen - Mühlenringe - altes & neues Leinen - Spitzen - Tiffany-Glaskunst 
 
  die große Tombola von "Kinderherzen heilen e.V."
 
und mehr als eine Tonne Bücher, darunter viele fast neue
 - Romane - Erzählungen - Sachbücher - Reiseführer - Lexika -
ohne Ausnahme für nur 6 DM pro Kilo
 
 
Der Mühlenfest-Bücherflohmarkt hat inzwischen schon Eingang in die deutsche Lyrik gefunden - s. Stumpertenrod im Internet: Rolf Haser: Out of here – Route 99

Wenn Sie auf die Feldatalsymbole im Text klicken, sehen Sie mehr!

Diesmal kommen neu hinzu

Körbe aller Art - Stroharbeiten - Edelsteinschleifen - alte & neue Autos - handgemachte Besen - die Teddybärenwerkstatt Engel aus Schwalmstadt/Ziegenhain zeigt wie man selbst Bären herstellt - 
Marianne Reibling aus Alsfeld bringt solide & preiswerte handgestrickte Strümpfe in allen Größen mit - hierzu eine Mail aus USA: mf_01_reibling.jpg (92295 Byte) 
- Herdejosts aus Grünberg/Lardenbach führen die Besucher in die Geheimnisse des Papierschöpfens ein - neben getöpfertem Essgeschirr mit modernem Dekor von Bärbel Strauch aus Ulrichstein/Bobenhausen II, gibt es auch viel traditionelles Schwälmer und Vogelsberger Tongeschirr   - Herta Appel zeigt wie Großmutters Kaffeerösterei funktioniert, und Sie können probieren, ob das Ergebnis schmeckt -  usw. usf. 
 
Und gemäß dem Zug der Zeit gibt es auch neue Unterhaltungs- und Selbsterfahrungsmöglichkeiten mit
einer Hüpfburg & einem Unfall-Simulator

Buchvorstellungen - Lesungen
  
Auch dieses Jahr wird ein neues Buch zum Fest erscheinen. Und es ist zu einem wesentlichen Teil dem überaus großen Interesse der Zuhörer von Liane Jaches Manuskriptlesung beim Mühlenfest 2000 zu verdanken, dass der Roman am 19.08. erstmals gedruckt vorliegen wird:
Ein Vogelsberg-Roman von Liane Jache, Ulrichstein-Wohnfeld. 
Rosa Basalt
- Von einer Auslandsreise zurückgekehrt, erfährt die junge, selbständige Architektin Brenda von ihrem Bankrott und kann es nicht fassen. "Finden Sie zu sich", rät ihr ihr Anwalt und gibt ihr die Schlüssel zu dem Fachwerkhaus im Vogelsberg, das sie zusammen mit Wald und einem kleinen Barvermögen geerbt hat . . . - 
Liane Jache schildert uns Brendas Eintauchen in die bäuerliche Welt mit der ihr eigenen Beobachtungsgabe. Sie reicht von der scharfen, aber liebevollen Betrachtung des Alltags bis dorthin, wo sie in geheimnisvolle Welten eintaucht. Sie pflegt einen Stil, der sich bewusst nicht gängigen Trends anschließt, sich wohltuend abhebt durch den Reiz eines Kontrastes: Einerseits Eleganz, andererseits Herbheit des Ausdrucks. -
Leseprobe: 

Buchbesprechung: 



Nach ihrem großen Erfolg mit "Ein Tropfen Zeit" beim Mühlenfest 1999 liest
Regine Lotz-Albach, Lich, aus ihrem neuen Buch:
Orte wie diese - Lyrik & Kurzprosa
 -
Es sind die unscheinbaren Dinge, die unserem Leben Halt geben.
  Auch die Liebe zum Wort, die viele Gedanken zur Entwicklung drängt,
 kann Brücken schlagen. 
So kommt das Wort an als menschliches Strandgut 
und vermittelt Augenblicke der Berührung. -
Leseprobe:


Sie nannten ihn Baum
- Ein deutsches Schicksal -
Roman von Hans Döpping, Freiensteinau
- Ein Buch über bäuerliches Leben mit Geburt und Tod, mit Säen und Ernten. In harter Arbeit wächst der Vogthof zu einer Bauernburg. Elenden wird er zu einer rettenden Insel. Hoffnungslose schöpfen dort wieder Mut. Aber nicht jeden Sturm kann ein noch so trutzig-starker Baum überstehen, ohne dass ihm Wunden gerissen werden. -

  Im Wald und auf der Heide
Ein "neues deutsches" Kinderbuch von Felix Klipstein
als Erstveröffentlichung nach einer 70 Jahre alten Vorlage.
Vorgestellt und erläutert von seiner Enkelin
Christiane Klipstein, Laubach
Eine Seite aus dem Buch:
mf01_klipstein.jpg (30662 Byte)

  Möbel & Texte
Eine Verkaufsausstellung handgefertigter Möbel mit prosaischen Kommentaren
 und einem Handbuch zum Selbst-Nachbau von
Hjalmar Kause, Mücke-Sellnrod
  
 
 
Signierte Exemplare der Bücher können Sie während des Festes - auch vor und nach den Lesungen - bei den Autoren auf dem Korcherts-Hof erwerben.

Ausstellungen
 
Im Vogelsberg & andernorts
Zeichnungen und Aquarelle
Martin Dürk, Frankfurt/Main & Ulrichstein-Bobenhausen II
mf01_duerk1.jpg (26100 Byte)
 
   Maße & Gewichte
aus dem neuen Pfundsmuseum Hofbieber-Kleinsassen.
Der Museumsleiter Reinhardt Kremer  
bestimmt auch gerne Ihre Maße und Gewichte nach Alter, Zweck und Herkunft,
bringen Sie sie mit, wenn Sie genaueres wissen wollen!
mf01_pfund.jpg (37348 Byte)
  
In Hortmanns frisch renovierter Scheune findet
 
ein Formen- & Farben-Feuerwerk statt, das jeden begeistern wird:
1880-1950: Siebzig Jahre Knopf-Kulturgeschichte
repräsentiert durch mehr als 10.000 unterschiedliche Knöpfe aus dem Musterkartenarchiv einer ehemaligen Frankfurter Knopf-Großhandlung - 
aus den verschiedensten Materialien 
- Perlmutt, Glas, Bakelit, Agat, Holz, Horn, Bein, Metall, Steinnuss, Leder, Garn, usw. -
und alle im ehrwürdigen Alter zwischen 50 und 120 Jahren.
  
Und hier können Sie sehen, was Sie erwartet:
Der Klick auf diesen Knopf

gibt Ihnen den Blick durchs Schlüsselloch 
ins Zauberreich der Knöpfe frei.
  
Für Knopfsammler oder solche, die es noch werden wollen, gibt es auch einiges zu kaufen - neben einer Auswahl von alten & neuen Knöpfen ein
 Knopf-Sammler Start-Set 
bestehend aus seltenen antiken geprägten Portionsschachteln, noch leeren Musterkarten, Knopfbriefchen und Kennzeichnungsetiketten in mehreren Größen und Ausführungen.
 
Die Sammlung wird nach dem Mühlenfest vom 
Historischen Museum in Frankfurt am Main
 übernommen

Unterhaltung & Musik im Dorf
  
 Oldie-Matinee
zum Frühschoppen  
  Maschanow - Pantomime mit Musik

Neue & alte Weisen auf der Drehorgel von Carlo Schreiner aus Fulda
Lieder zum Mitsingen mit dem Frauenchor des Seniorenbeirats Alsfeld
mf00_musik1.jpg (21517 Byte)

Nachlese zum

in Stumpertenrod am 19.08.2001
- das originelle  Mühlenfest ohne Mühle -

Start mit einem PR-Gag?
Fan-Post
Statistisches
Ende des Knopfabenteuers
Mühlenfestliche Beobachtungen am Rande

 
Start mit einem gezielten PR-Gag?
Nein, es war wirklich nur ein Schreibfehler:

1. Info-Mail
From: Ling, Sent: Monday, July 30, 2001 4:21 PM, Subject: Muehlenfest 2001
----- Original Message -----

In 3 Wochen ist es soweit. - Bitte in den Terminkalender eintragen: Feldataler Mühlenfest in Stumpertenrod am 19.08.2001 von 11-18 Uhr. Das neue Programm ist (fast) fertig und bei www.stumpertenrod.de zu finden. Demnächst folgten noch: die Buchbesprechung von "Rosa Basalt", Termine für Lesungen und Buchvorstellungen, und einige Ergänzungen bei den Unterhaltungsangeboten. Die große Kopfausstellung nimmt auch schon Formen an und die Regale, Vitrinen und Theken sind fertig - mit mehr als 4 l moosgrüner Farbe verschönert. ............

2. Info-Mail
From: Ling, Sent: Friday, August 02, 2001 4:21 PM, Subject: Muehlenfest 2001 - Nachlieferung
----- Original Message -----

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen! Einige haben die Mail doch recht genau gelesen und festgestellt: Es fehlt ein -n-! Hiermit wird es nachgeliefert.

Setzten Sie es bitte bei dem Wort -Kopfausstellung- hinter das -K-, und alle Befürchtungen, die sich bei Ihnen eingestellt haben mögen, werden sich umgehend als grundlos erweisen, ebenso wie bei R. Kaiser aus Wiesbaden:

"Dass in Stumpertenrod eine Kopfausstellung stattfindet, ist ja geradezu eine Sensation. Hoffentlich handelt es sich nicht um Schrumpfköpfe?" -

Sollten Sie mit dem Mühlenfest schwerwiegendere Probleme haben, wie z.B. R. Schmitt:

"Wenn das Programm fertig ist,
werde ich darüber nachdenken,
ob das Nachdenken
über das Nachdenken über die Möglichkeit eines Besuchs
möglicherweise ein Anlass ist,
das Nachdenken zu vertiefen.
Gruß R. Schmitt"

empfehlen wir, erst mal entspannt die Seiten und Links von www.stumpertenrod.de durchzublättern, denn dort finden Sie auf viele Fragen die passenden Antworten - auch für Herrn Schmitt's existentiell prekäre Problemlage bietet sich eine Lösung an:

"Studieren ohne Nachdenken ist zwecklos - Nachdenken ohne Studieren aber gefährlich (Konfuzius)"

Zitat aus der Seite "Stumpertenrod im Internet" - Link: Fahndung bei www.lycos.de - 
seit  1998 flüchtig?  Steckbrief 2

 
Aus der Mühlenfest-Fan-Post - vor dem 19.08.01

Gruesse aus USA,
bin rechtzeitig zurueck, viel Spass mit meinem logo.( siehe attachment ) mf_01_socken.jpg (92295 Byte)
Bis bald, 
Marianne Reibling, Hobby-Sockenstrickerin, Alsfeld

......Vielen Dank für die Info .Mir ist vor Aufregung richtig schlecht geworden, als ich die vielen Knopfkarten (im Internet) sah. ......Ihre Homepage gefällt mir sehr , sie ist ein richtiger Kunstgenuss .......Da ich in Hamburg wohne, nicht motorisiert bin und auch bis Oktober keinen Urlaub mehr habe, kann ich nicht zu dem von Ihnen geplanten Kunsthandwerkermarkt kommen.
Angelika Bode, Knopfsammlerin, Hamburg

...... Die Knopfseite ist wunderbar, wir haben mit großem Vergnügen alle Details betrachtet. Wir sind unbedingt interessiert an dem Bestand. ......
Almut Junker, Historisches Museum Frankfurt am Main

.....Über Ihre bewundernswerten Aktivitäten habe ich mich laufend im Internet informiert. Wirklich, alle Achtung. Ich wünschte sehr an Ihrem Mühlenfest teilnehmen zu können. Leider ist das nicht möglich, bedingt durch die Krankheit meiner Frau.... Mir bleibt also nur allen Stumpertenrödern ein volles Gelingen Ihres Festes zu wünschen. 
Hans-Georg Feth, (85), Autor des Vogelsberg-Buches "Die geliehene Familie - Erinnerungen an den Petershainer Hof", Andernach

Vielen Dank für die Einladung nach Stumpertenrod.
Ich biete an, nächstes Jahr auf dem gleichen Fest eine Mundartlesung meiner neuesten Gedichte, oder auch Struwwelpeter und Max und Moritz nicht nur für Kinder vorzutragen.
Jürgen Piwowar, Oberhessischer Mundartdichter und -forscher, Berlin

 

Aus dem Gästebuch und der Mühlenfest-Fan-Post - nach dem 19.08.01

Das war mein schönster Tag im Monat August
D. M., Wiesbaden

Begeistert waren wir von diesem kulturell anspruchsvollen Dorffest. Nicht langweilig. Macht weiter so.
Fam. S., Schotten-Rudigshain

Mit Freude stelle ich fest, dass es noch Märkte gibt, wo es sich lohnt hinzugehen. Weiter so!
A. S.

Ein schöner Tag in Stumpertenrod - Bravo allen Organisatoren.
K.+S. F., Alsfeld

Ein Dorffest der besonderen Art. Wir bleiben gerne hier. 
G.+E. B., Lauterbach

......für die so ausgesprochen freundliche Aufnahme in Stumpertenrod möchte ich mich noch mal ganz besonders bedanken. Es waren wirklich sehr schöne Tage, die Vorbereitung und schließlich auch das Mühlenfest. Die Ausstellung, vor allen Dingen auch an den Scheunenwänden, fand ich "echt geil", auch wenn ich leider nix verkauft habe, aber ich habe die Kraft & Stärke meiner Arbeiten in dieser außergewöhnlichen Installation einfach so für mich entdeckt - und ich denke, andere Menschen hatten auch ihren Spaß dran.......
Martin Dürk, Maler & Zeichner, Frankfurt & Ulrichstein-Bobenhausen II

......vielen Dank für Ihren Brief und die Einladung zum 4. Feldataler Mühlenfest; und ganz besonderen Dank dafür, dass Sie mittels der Linkseite von www.stumpertenrod.de auf meine homepage verweisen und mich als Repräsentanten der deutschen Lyrik namentlich anführen. Natürlich habe ich es mir auch diesmal nicht nehmen lassen, das Fest zu besuchen und habe auch u.a. eine reiche Ausbeute von viereinhalb Kilo Büchern mit nach Hause getragen............
Da Sie mich so schön empfohlen haben, möchte ich mich gerne revanchieren und Ihnen den Vorschlag machen, auf dem nächsten Mühlenfest einen Teil meines Programms zum Vortrag zu bringen. Ich habe dies seit drei Jahren jeweils einmal pro Jahr an einem anderen Ort getan.
Angefangen hat es vor zwei Jahren in Lauterbach, wurde dann im vorigen Jahr in Laubach fortgesetzt und ist dieses Jahr in Gießen zu einem vorläufigen Ende gekommen. Der Rahmen ist folgender: Es geht um eine fiktive Nachtwanderung mit einem Esel durch den Vogelsberg. Da es die Mittsommernacht ist, kann der Esel für diese eine Nacht sprechen und singen, er heißt Dylan und singt Songs von Bob Dylan; er glaubt der echte Bob Dylan sei sein Double. Ausgangspunkt der Nachtwanderung war jedes mal das Mühlenfest in Stumpertenrod.
Die nächtlichen Abenteuer, die dem Gespann Haaser-Dylan widerfahren, haben z.T. burleske Züge und passieren auf der Strecke zu dem jeweiligen Aufführungsort. Konkrete Örtlichkeiten sind auf manchmal ironische Weise in die lyrischen oder kurzprosaischen Zwischentexte eingebunden. So ist die erste Nachtwanderung auf die Strecke von Stumpertenrod nach Lauterbach, die zweite von Stumpertenrod nach Laubach und die dritte von Stumpertenrod nach Gießen festgelegt. Auch mache ich Ausflüge in die Diskursgeschichte der lokalen Örtlichkeiten, persifliere Sagenstoffe oder arbeite unterwegs gefundene Texte, Inschriften etc. in die Fiktion ein. Wenn ich in Stumpertenrod vortrage, müsste ich gewissermaßen literarisch auf der Stelle treten, was ich aber als eine besondere Herausforderung betrachten würde. Rhythmisch gegliedert werden die einzelnen Texte durch den Vortrag zahlreicher eingeschobener Songs von Bob Dylan, die ich mit Akustikgitarre und Gesang zum besten gebe, so dass ein ziemlich aufgelockertes Programm dabei herauskommt. Die Texte von Bob Dylan werden auf einer Meta-Ebene wiederum in den von mir verfassten literarischen Texten gespiegelt oder variiert; ebenso solche Texte der Weltliteratur, in denen Esel eine gewisse Rolle spielen, so dass sich hinter der burlesken Maske des Gesamtprogramms ein kunstvolles Wechselspiel aus Zitaten und Stoffvariationen verbirgt, das quer durch alle Gattungen und literarische Epochen verläuft. Das Programm heißt inzwischen "Dylan the Donkey". 
Dr. Rolf Haaser, Germanist, Lyriker & freier Schriftsteller, Giessen

 
Statistisches

Trotz der vielen Veranstaltungen in den Nachbargemeinden verzeichnete das Mühlenfest wieder einen Besucherrekord. Von geschätzten 3000 Besuchern haben sich ca. 2 Prozent in das Gästebuch des Korcherts-Hofes eingetragen, davon ca. 50 Prozent mit Ortsangabe. Von ausserhalb des Vogelsbergkreises kamen demnach Gäste aus Allendorf/Lumda, Bad Homburg, Bad Nauheim, Büdingen, Buseck, Dietzenbach, Drondorf/Rhön, Essen, Frankfurt/Main, Friedberg, Fulda, Gelsenkirchen, Giessen, Hirzenhain, Hosenfeld, Hungen, Hüttenberg, Jena, Kassel, Laubach, Lich , London, Lübeck, Mörfelden-Walldorf, Oberursel, Offenbach, Ortenberg, Otzberg, Reiskirchen, Rosbach v. d .Höhe, Schweinfurt, Usingen und Wiesbaden.

Die Webserver-Statistik für www.stumperternod.de weist für die Zeit von Anfang Juni bis Ende August 2001 ca. 1800 Zugriffe aus. Der Hauptanteil mit 512 fällt in die Woche vom 13. bis 19. August. Nach der Veröffentlichung des Berichts zum Mühlenfest in der Frankfurter Rundschau am 16. August bei Was-Wann-Wo stieg das Interesse um das doppelte und dreifache an. Von den Webseitenbesuchern dieser Woche haben 60 Prozent die Stumpertenrod-Homepage direkt angewählt, 33 Prozent fanden die Seiten über Suchmaschinen (überwiegend über www.google.de) und 7 Prozent kamen über Links von anderen Webs.

 
Dank vieler Helfer/innen: 
Erfolgreiches Ende des Knopfabenteuers

An dem "Knopf-Buffet" in Hortmanns Scheune haben sich mindestens 500 Besucher/innen mit alten und neuen Kleidungsverschlüssen eingedeckt. Mit diesen Einnahmen konnten alle Unkosten der Knopfausstellung finanziert werden. Besonderer Dank gilt den 15 Helfer/innen, die mit ihrem selbstlosen Einsatz beim Ausstellungsauf- und -abbau, beim Betrieb des Kopfladens und durch die Rundgänge mit dem Bauchladen das ungewöhnliche Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht haben. Im nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Anzahl der Musterkarten als viel zu gering geschätzt wurde. Das Historische Museum Frankfurt hat am 27.08.2001 neben allem anderen in etwa 1200 Karten abgeholt.

Gereimter Seufzer einer Betroffenen:
Unter 10.000 Knöpfen muss ich stehen,
mit dem Bauchladen durch die Straßen gehen.
10.000 Knöpfe, die die Welt nicht braucht,
das ist ein Job, der einen schlaucht!

 
Mühlenfestliche Beobachtungen am Rande

Hat solch ein "Fest-Komitee" erst einmal die Weichen gestellt, sind alle Planungen nach bestem Wissen und Gewissen abgeschlossen, entwickelt das Fest seine eigenen Verläufe. - Oder hätten Sie gedacht, dass just an diesem Tag zur Freude aller gerade Anwesenden ein Kälbchen vor deren Augen geboren wird? Bestimmt nicht. Planen hätte es sich nicht lassen. So unendlich viel war auf der "Fest-Meile", in Scheunen und Einfahrten zu beobachten, zu belächeln, gab zu Denken Anlass. 

Die Dame aus Frankfurt zum Beispiel, die sich am Rande des pulsierenden Festes auf den breiten Holmen einer Absperrung gelehnt hatte, um beinahe ehrfürchtig Zwiesprache zu halten mit drei herrlichen Tieren. - Wie lackiert stand der große, pechschwarze Bulle majestätisch ruhig auf seinem Platz, neben ihm zwei schwarz-braune Rinder. Mensch und Tier betrachteten sich, schienen sich der Ruhe und des Friedens dieser Szene bewusst zu sein. - Da nahte von hinten schnellen Schrittes ein Ehepaar. Er, kaum dass er die Tiere betrachtet hatte, meinte: "Ui, das gibt aber en goude Broahde!" (Oh, das gibt aber einen guten Braten). Da löste sich die vegetarisch orientierte Frankfurterin langsam entsetzt vom Gatter, nahm all ihren Mut zusammen, blitzte den Mann böse an und erwiderte: "Typisch Mann! Denkt beim Anblick eines solch großartigen Geschöpfes nur an die Fresserei!"

Und dann Oma und Opa vor der Hüpfburg, jenem unberechenbaren Monster-Plastik-Ding, das jeden, der es besteigt in die Höhe zu schnellen vermag. Kaum hatte nämlich das blonde Enkeltöchterchen das Tüteneis bekommen, kletterte es auch schon mit demselben auf die Hüpfburg. "Beibste hier", kreischte die Oma, aber es war zu spät. Während der Opa noch "mit de Schuh-Bännel" kämpfte, um sich die Schuhe auszuziehen und die Kleine da runter zu holen, hatte diese sich schon das Eis vor die Stirn geklebt! Das Ding hielt, die Haare flogen: Da! Das erste Einhorn in Stumpertenrod!
Und dann die Knöpfe! - Herrje. Noch nie hatte man so viele auf einem Fleck gesehen. Meisterwerke waren darunter, bislang Ungesehenes. So ganz anders, als der Knopf, der normalerweise die Hose hält! Viele, viele Besucher schlüpften in Hortmanns Scheune, sahen und staunten, schoben ihre Hände tief hinein in die Kartons mit kühlen, glatten Knöpfen, ließen sie durch die Finger gleiten. Man mischte, man kaufte. Selbst die Herren staunten. "Ei, guck doch emal, hie ...", konnte man oft hören. Vor der Scheune unterhielten sie sich, zeigten einander, was sie erstanden hatten. Da gesellte sich eine Fremde zu der Gruppe. Sie wusste zu erzählen, dass all die Knöpfe aus dem 19. Jahrhundert seien, nach 50 Jahren erstmals schweren Herzens frei gegeben von der Erbin, der Nachfolgerin der Fachfirma. Sofort, wusste die Besucherin ferner zu berichten, gleich am nächsten Tag schon, ginge die ganze Pracht an ein Museum in Frankfurt am Main. "Is des woahr", wunderten sich die Frauen, drückten die Tüten ihren Begleitern in die Hand und verschwanden wieder im Knopf-Paradies um nun alles noch einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten.

Ein paar Schritte weiter Richtung Kunstscheune, Korcherts-Hof, konnte man einen kleinen Jungen sehen, der einen Hund anpinkelte. Dieser zog den Schwanz ein und versteckte sich empört hinter seinem Herrchen, der daraufhin beim Weitergehen beinahe über die Leine gestolpert wäre.

An einem Stand mit altem Leinen quälte sich eine ältere, korpulente Dame in ein Trägerhemd aus alten Tagen und war verblüfft, dass es nicht klappte. "Ei," gab sie etwas unlogisch zu bedenken, "früher haben sie doch immer gepasst, die Hemden!" "Na ja", erwiderte die Freundin, "auf Kinderfotos sieht man auch immer viel jünger aus!"

Am späten Nachmittag, die Sonne hatte sich zurückgezogen aus einem sehr schönen repräsentativen Bauernhof, in dessen herrlichem Geviert Tuch, Blumen, Web- und Töpferwaren angeboten wurden. Es war gerade ein wenig Ruhe eingekehrt, es schien, als ob die beiden benachbarten Verkäuferinnen erstmals ein paar Worte miteinander hatten wechseln können. Diesen Moment nutzte eine Besucherin, um sich all die Auslagen mal näher anzusehen. So blieb ihr Blick offenbar hängen an einem kleinen, dunklen Tässchen. Sie nahm es in die Hand, drehte es um und bemerkte zu ihrem Entsetzen, dass die kleine Kaffee-Pfütze, die sie im schummrigen Licht in der Tasse nicht bemerkt hatte, sich nun auf einer hübschen Webdecke auf dem Tisch befand. Peinlich. Die Dame sah verschämt um sich, entschuldigte sich. Da wurde ihr gesagt, dass der Fleck nicht das Problem sei - vielmehr der letzte Schluck Kaffee, den die Schwester nun entbehren müsse. Man kann sich vorstellen, wie erleichtert die Dame war, als die beiden jungen Frauen daraufhin freundlich lächelten. -

Fuhr man abends um 21 Uhr nach Stumpertenrod hinein, so konnte man seinen Augen nicht trauen, stellte den ganzen Tag in Frage: Wo war bloß der Markt geblieben, wo die ganzen Stände, Papierkörbe, der Unrat, den Menschen üblicherweise hinterlassen? Fand hier wirklich noch vor Stunden das Mühlenfest statt? Nicht zu glauben! - Doch halt, aus einem der Höfe kam Musik und Lachen - und ein Motorroller auf die Hofeinfahrt zu. Nicht schnell, aber wackelig. Der Sozius musste das Ende vorausgesehen haben und war rechtzeitig abgesprungen, denn der Fahrer legte sich mitsamt dem Roller sanft zur Seite, Teile seines Körpers radierten noch ein wenig über die Gass. "Kein Problem", lallte er "ich hab nur die Kurv net glei krieht!"

Liane Jache, Ulrichstein-Wohnfeld

Feldataler Mühlenfeste in Stumpertenrod:
2005 -
 2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 2000 - 1999 - 1998 - Ende